Co-Intelligence am Mitarbeitenden-Tag der ibW
Co-Intelligence im ganzen Betrieb: 70 Mitarbeitende der ibW erleben an einem Tag, mit KI als Team zu arbeiten.
KI-Transformation entscheidet sich selten an der Technik. Sie entscheidet sich daran, ob Menschen in sehr unterschiedlichen Rollen (und mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen) den Schritt gemeinsam gehen. Genau diese Ausgangslage haben wir am Mitarbeitenden-Tag der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz aufgegriffen: 70 Mitarbeitende aus Führung, Studienleitung, Marketing, HR, Administration und Sekretariat. Alles dabei vom ausgesprochenen Skeptiker bis zur überzeugten Befürworterin.
Alle Stimmen ins Spiel bringen
Zum Auftakt machten wir die Haltung sichtbar: In einer Aufstellung zeigte sich die volle Bandbreite der Gefühle gegenüber KI, von «skeptisch» über «neutral» bis zu «klar positiv». Statt diese Spannung zu glätten, haben wir sie zum Thema gemacht. Denn in einer Transformation liegt der Wert gerade darin, alle Stimmen einzubeziehen: Die Skepsis schützt vor blinden Flecken, die Begeisterung treibt voran.
MobAI: KI als Teammitglied, nicht als Einzelwerkzeug
Gearbeitet wurde mit MobAI, einem Co-Intelligence-Format, bei dem eine Person am Gerät mit der KI interagiert, während das Team mit Ideen, Einwänden und Richtungsentscheiden steuert. So wird der KI-Einsatz zur Teamleistung statt zur Einzelkompetenz. Auch wer selten mit KI arbeitet, ist von der ersten Minute an beteiligt und gestaltet mit.
An echten Fragen, nicht an Demos
Der Tag stand unter einer realen Leitfrage der ibW: Was schafft Wert für unsere Kundschaft und wie gewinnen wir neue Studierende? Daran arbeiteten die Teams in zwei konkreten Strängen. Zum einen befragten sie KI-Systeme, was diese bereits über die ibW «wissen» und wie angehende Studierende solche Systeme in ihrer Bildungsentscheidung nutzen. Daraus leiteten sie ab, welche Informationen die ibW künftig sichtbarer machen muss, damit KI bessere Antworten liefert. Zum anderen führten sie Interviews mit Unternehmen und werteten diese gemeinsam mit der KI aus. Sie strukturierten die Antworten, priorisieren die Erkenntnisse und übersetzten in diese in konkrete Ideen.
Was hängen bleibt
Ein Team war mit einer Aufgabenstellung, die normalerweise deutlich länger dauert, nach fünf Minuten durch und nutzte die gewonnene Zeit für die eigentlich wertvolle Diskussion. Genau das ist Co-Intelligence: nicht dieselben Dinge schneller erledigen, sondern Raum schaffen für das, was zählt. Studiendirektor Stefan zog am Ende das Fazit, dass das Thema nun auf dem Tisch liege. Damit möchten sie diesen Impuls eines Strategietags zu einem strategischen Thema im Arbeitsalltag werden lassen.